Tourberichte: Montabaur 2005


Es war Freitag, der 20. Juni 2003, so gegen 15 Uhr als wir Richtung Montabaur aufbrachen. Denise ging es zu diesem Zeitpunkt schon beschissen, jedoch konnte ja keiner ahnen, dass dies nur ein Omen dafür war, was noch kommen würde...

Da wir den Großteil der Verstärker und das Schlagzeug gestellt bekamen, brachten wir nur das Nötigste mit und konnten somit in einem Auto gemeinsam fahren.

Nachdem wir durch mehrere Staus bereits aufgehalten wurden, traf uns der Hammer, als auf einmal aus der Motorhaube leichter Rauch entfleuchte und es im Wagen auf einmal anfing, unangenehm zu riechen.

Kaum hatten wir es auf die rechte Spur der Autobahn geschafft, gab der Motor auch kein Lebenszeichen mehr von sich.

Wir haben es soeben noch auf den Standstreifen bekommen, als der Wagen kurz hinter Siegburg entgültig den Geist aufgab. Denise beliebte es, verschlafen wie sie war, auf der Fahrerseite, also zur Autobahn hin auszusteigen und nahe am Standstreifen zu verweilen – Die LKWs rauschten Zentimeter an ihr vorbei...

Als wir uns dann alle wieder gesammelt hatten, stellten wir schnell fest, dass keiner außer Christian im ADAC war und dass er lediglich einfaches Mitglied ist. Somit galt kein Schutz für einen fremden Wagen, selbst wenn er gefahren wäre. Da wir auf der Autobahn, aufgrund des hohen Lautstärkepegels, keine Chance hatten zu telefonieren, gingen Christian und ich die Böschung hinauf zu den Bahnschienen, die mit einem Holzzaun von der Autobahn getrennt wurden. Ein kleiner Durchgang ermöglichte es uns, hinter den Zaun zu kommen, so dass wir nun mit dem ADAC telefonieren konnten, jedoch standen wir lediglich gut ein bis zwei Meter von den Schienen entfernt und wussten, würde jetzt ein Zug kommen, würden wir vom Luftzug mitgerissen werden. Die Dame vom ADAC war auch ziemlich gesprächig und interviewte mich eine ganze Weile, bis sie uns schließlich einen Wagen vorbeischickte – „innerhalb der nächsten Stunde“ hörte ich sie sagen. Mittlerweile dürfte es so 16:15 Uhr gewesen sein. Vereinbarte Zeit in Montabaur war 17:30 Uhr. Wir riefen unseren Markus an, der den Fahrservice organisierte – danke an dieser Stelle – und er war bereits mit zwei Autos unterwegs.

Der ADAC schleppte uns nach der Erkenntnis, dass der Motor aufgrund Überhitzung durch den abgerissenen Kühlerschlauch zerstört wurde, zur nächsten Ausfahrt ab und parkte uns brav ins Halteverbot, was wir leider nicht sofort erkannten.

Wir riefen unseren Roadmanager Marcus (nein, ist nicht der gleiche wie oben) an, der dann abends in Montabaur dazu stoßen sollte, damit wir alle gemeinsam nach Hause fahren konnten und unser Fahrservice Markus holte uns dann ab, brachte uns zum „Camelot“ und holte anschließend die an der Ausfahrt ausgesetzten Fans.

Im Camelot angekommen zogen die sechs am Abend spielenden Bands Bierdeckel, auf denen die Auftrittsplatzierungen gekennzeichnet waren und ich zog natürlich prompt die Nummer eins. Somit war eigentlich schon voraussehbar, dass wir durch Mangel an Publikum wohl kaum gewinnen würden.

Aber unsere Heiligenhauser, Velberter und Hagener Anhänger – an dieser Stelle einen fetten Gruß an Jenny, Lisa, Mona, Jenni, Markus, Marcus, Diane, die Zwillinge und Flo – machten Stimmung, so dass der Auftritt mächtig Spaß machte. Auch die Location war sehr urig, so dass es allgemein eine tolle Atmosphäre war.

Auch machten wir an diesem Abend einige nette Bekanntschaften – Grüße an den Kommandant - und können auch zumindest stolz behaupten, den 3.Platz belegt zu haben und auch lediglich eine Stimme vom 2.Platz zu differieren.

Auch dem Veranstalter scheinen wir gefallen zu haben und wir hoffen natürlich auf zukünftige Auftritts-möglichkeiten.

Den ersten Platz belegte „Transmission“, die vor allem auch durch ihre Cover-Versionen von Queensryches „Eye of a stranger“ und Iron Maidens „The Number of the Beast“ begeisterten. Die geplatzte Hose des Sängers tat ihr übriges. *g*

Fazit: Das „Camelot“ rockte !!!

Alex Thunder Martin

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