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Eigentlich sollte es ein recht entspannter Ablauf werden: Treffen um 14:30 Uhr am Proberaum, um gemütlich das Equipment zusammen zu packen, um dann gegen 16 Uhr am Veranstaltungsort in Duisburg zu sein. Doch wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Schlüssel zum Proberaum befand sich leider nicht an der gewohnten Stelle und so gingen wir davon aus, dass sich jemand von der anderen Band, die ebenfalls dort probt, im Proberaum befand. Tatsächlich stand auch ein Auto davor und wir wandten unser vereinbartes Klopfzeichen an, doch niemand öffnete. Übers Telefon erreichten wir niemanden von der Band. Lediglich die Aussage, dass die Jungs in Holland wären, war in Erfahrung zu bringen und wir ahnten das, was kommen musste: Sie hatten versehentlich den Schlüssel dabei. Der Einzige, der noch einen Schlüssel besitzt, ist der Hausmeister, der aber auch zum Verrecken nicht zu erreichen war - nicht zu Hause und nicht übers Handy. Kurz davor dem Veranstalter abzusagen, kam uns die Idee, unsere Freunde von "Mohawk" anzurufen, bei denen Daniel sich auch am Schlagzeug austobt und sie um Equipment zu bitten. Netter Weise waren sie spontan dazu bereit, obwohl gerade Aufnahmen mit einer anderen band im Gange waren. Als wir uns auf den Weg machen wollten, streikte die Batterie von Daniels Auto und natürlich hatte auch keiner ein Starthilfekabel dabei. Also mussten alle Sachen, die Daniel von zu Hause mitgebracht hatte, umgeräumt werden bevor wir endlich losfahren konnten. Mittlerweile war es 15:45 Uhr als wir die geliehenen Sachen im Mohawk-Proberaum in Mettmann zusammenkramten und so erreichten wir das Cafe Steinbruch etwa gegen 16:30 Uhr. Im Backstage-Bereich versuchte Alex sich am von Mohawk geliehenen Verstärker, um einen geeigneten Sound zu finden. Um zwischen dem Clean-Sound und dem Verzerrer hin und her zu schalten, war noch einen Fußschalter nötig. Leider war der, der vorhanden war, nicht kompatibel (Klinke statt Midi) und somit konnte man dies auch wieder vergessen. Zum Glück war jemand von der Band "Gentic" bereit sein Topteil zu verleihen (besten Dank noch mal), das mit dem baugleich war, welches Alex in früheren Jahren ebenfalls spielte und so konnte relativ schnell ein passender Sound gefunden werden. Zwischenzeitlich wurden noch neue Bandfotos gemacht, es gab etwas zu essen und langsam beruhigte man sich wieder von den bisherigen Strapazen des Tages. Leider sollte dies nur eine kurze Verschnaufpause bleiben, denn schließlich ist kein Schwanz der Welt so hart wie das Leben. Als wir dann um ca. 23 Uhr als letzte Band des Abends die Bühne enterten, dachten wir noch, es könne ja nur noch besser werden. Falsch gedacht: Beim 3. Song riss Alex eine Gitarrensaite, was bisher auch noch nie passiert war. Im Normalfall ist auch immer eine Ersatzklampfe dabei, aber diese befand sich natürlich im Proberaum. Thilo, der Gitarrist von "Concrete", war so freundlich Alex dann seine Gitarre zu borgen und das Konzert konnte dann letztendlich so auch zu Ende gespielt werden. Denise überbrückte die Pause mit der Schilderung der Erlebnisse des Tages und Daniel steuerte noch ein spontanes Drum-Solo bei.. Beim Abbau schnitt sich Alex noch in den Finger, aber was war an diesem Tag auch anderes zu erwarten...?
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